Befreie Dich aus dem Netz des Gefallen Müssens

14.01.2022 / Oliver Wittwer / PDF

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Wir glauben das zu sein, was andere von uns denken. Nicht bewusst, meistens unbewusst. Und oft glauben wir es nicht einmal wirklich selber. Die Konsequenzen sind so gravierend, dass es sich lohnt, genauer in die Schichten unseres Bewusstseins zu blicken, die hinter der Leinwand unseres Wachbewusstseins liegen. Wir erlauben uns in der Regel nur dann, uns wertvoll, schön, erfolgreich, stark oder besonders zu fühlen, wenn wir es von aussen bestätigt bekommen. Sprich, wenn es uns durch die Gedanken anderer uns oft fremden Menschen erlaubt wird. Aber im Grunde sind wir es selber, die es uns erlauben oder eben verbieten. Wir geben damit unsere Gefühle und unseren Selbstwert komplett in fremde Hände.

Und, gefesselt und abhängig von diesem unbewussten Mechanismus, verstellen wir uns, tun Dinge, die wir eigentlich nicht gerne tun, und verhalten uns so, dass wir von anderen Menschen Bestätigung erhalten. Wir sind Sklaven fremder Gedanken geworden. Und da dies die meisten tun, wirkt dies insgesamt wie ein dichtes Netz, welches die Menschen durch unsichtbare Fäden gefangen hält und verhindert, dass sie sich so verhalten, fühlen und denken können, wie sie eigentlich gerne würden. Sie haben vergessen, was sie eigentlich wollen oder wirklich fühlen. Nicht einmal ihre Gedanken sind noch ihre eigenen.

Ich sehe aber immer mehr Menschen, die begonnen haben, die Fäden dieses Netzes zu kappen und sich Stück um Stück zu befreien. Es sind diejenigen, die sich dadurch zu einem wunderschönen unverwechselbaren Schmetterling verwandeln, und nicht mehr als Kopie anderer Raupen als Opfer umher kriechen. Begleitet von Empathie, der Liebe zur Wahrheit, innerer Stärke machen sie den Unterschied. Sie beginnen in ihrer unverwechselbaren Schönheit zu strahlen.